Warum benötigen Sie eine Checkliste?

Eine Checkliste ermöglicht es Ihnen mit System zu investieren und somit Fehler zu vermeiden. Der erste Teil der Rohstoff-Checkliste besteht aus Ja/Nein Fragen. Nur wenn der Großteil dieser Fragen mit “Ja” beantwortet werden kann, lohnt es sich zweiten Teil überzugehen. Der zweite Teil beschäftigt sich mit spezifischen Fragen und erfordert eine intensive Recherche. 

Der Vorteil am zweigeteiltem System ist, dass man gleich zu Beginn zwischen guten und nicht so gutem Unternehmen unterscheidet. Somit investiert man seine Zeit, seine Energie und sein Geld wirklich nur in Unternehmen die es auch wert sind (!)

Ja/Nein Fragen

  • Kann man das Unternehmen zu einem Bruchteil der Replacement Costs erwerben?
  • Hat das Unternehmen ein Weltklassevorkommen (Tier-1-Asset) mit sehr niedrigen Produktionskosten?
  • Ist die Lagerstätte noch groß genug oder neigt sie sich dem Ende zu?
  • Befindet sich die Lagerstätte/Produktion in einer Region, welche wirtschaftlich und politisch als sicher einzustufen ist?
  • Ist das Unternehmen konservativ finanziert und hat genügend flüssige Mittel um eine Krise zu überstehen?
  • Hat man die Refinanzierung von Verbindlichkeiten über einen längeren Zeitraum gestreut?
  • Hat das Management die gleichen Interessen wie die Aktionäre?
  • Kann das Unternehmen auch von einem schlechten Management geführt werden und trotzdem rentabel wirtschaften?
  • Ist das Unternehmen diversifiziert aufgestellt?
  • Ist in den kommenden Jahren mit einem Angebotsdefizit zu rechnen?

spezifische Fragen

  • Wie kann der Sektor von einer Veränderung in der Wertschöpfungskette betroffen sein? Wie lange würde es dauern, bis die Ausmaße dieser Veränderung spürbar wären?
  • Befindet sich eine andere Branche gerade in einem Boom, wovon der Sektor bzw. das Unternehmen profitiert?
  • Ist der Sektor von wenigen Kunden oder Ländern abhängig, falls Ja - warum?
  • Gibt es Katalysatoren, welche sich auf Angebot und Nachfrage auswirken könnten?
  • Besteht ein erhöhtes Risiko von Umweltkatastrophen, welche den Minenbetrieb vorübergehend stilllegen könnten?
  • Wie entwickelt sich die Währung des jeweiligen Landes, wo das Unternehmen tätig ist?
  • Wie lange kann das Unternehmen noch produzieren, bevor man neue Lagerstätten zukaufen oder erschließen muss?
  • Hat das Unternehmen gezeigt, dass man auch in schwierigen Zeiten Verbindlichkeiten refinanzieren kann?
  • Ist das Unternehmen dafür bekannt Shareholder Value zu generieren oder zu zerstören?
  • Follow the Smart Money: Sind Investoren und Insider mit einem Track Record investiert?
  • Insider-Käufe: Hat das Management vor kurzem Aktien gekauft oder verkauft?
  • Wie viel Optimismus oder Pessimismus ist im Sektor eingepreist?
  • Warum liegt die breite Masse möglicherweise falsch?
  • Versteht man Angebot und Nachfrage im Sektor? Ist der Sektor zyklisch, antizyklisch oder nicht zyklisch?
  • Wie ist das Unternehmen im Vergleich zur Peer-Group bewertet?

 

Fazit: Wenn man sich mit diesen Fragen beschäftigt und wirklich nur das Beste vom Besten kauft, ist es langfristig nahezu unmöglich Geld zu verlieren (!) Auch ich musste schmerzhaft erfahren was es heißt seine Checkliste zu vernachlässigen. Bei der israelischen Delek Group habe ich folgenden Checklisten-Punkt vernachlässigt “Ist das Unternehmen konservativ finanziert und hat genügend flüssige Mittel um eine Krise zu überstehen?” 

Dieser Fehler hat mir, wenn auch auf schmerzvolle Weise, gezeigt, wie wichtig eine Checkliste ist (!) 

Menü schließen